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Neue Bilder zeigen den Bau des GCAP-Demonstrators für den Kampfjet der sechsten Generation

Techniker inspiziert ein graues Kampfflugzeug in einer hellen Wartungshalle mit Triebwerk und Laptop im Vordergrund.

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Im Rahmen neuer bedeutender Fortschritte beim GCAP-Programm wurden aktuelle Bilder veröffentlicht, die den Bau des Demonstrators für den künftigen Kampfjet der sechsten Generation zeigen, mit dem die Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs, Japans und Italiens ausgestattet werden sollen. Wie BAE Systems über seine offiziellen sozialen Netzwerke mitteilte, läuft die Montage großer Teile der Flugzeugstruktur bereits. Rolls-Royce bestätigte zudem, dass die Bodenerprobung der neuen Triebwerke nach dem Abschluss einer weiteren Reihe von Designprüfungen näher rückt.

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GCAP-Demonstrator: Baufortschritt und Auslegung

Die bislang erzielten Fortschritte scheinen zunächst dem Zeitplan zu entsprechen, den frühere Verantwortliche des Programms vor Jahren vorgestellt hatten – insbesondere der ehemalige britische Verteidigungsminister Ben Wallace. Wie wir bereits im Juli 2022 berichteten, erklärte der Politiker vor dem Unterhaus, dass dieser Technologiedemonstrator noch vor Ende 2027 seinen Erstflug absolvieren solle. Dieser könnte möglicherweise an den BAE-Systems-Anlagen im nordenglischen Warton stattfinden.

Den zuvor erwähnten Bildern zufolge haben die GCAP-Partner in der BAE-Systems-Fabrik in Samlesbury inzwischen etwa die Hälfte des Demonstrator-Rumpfs fertiggestellt. Parallel dazu schreitet in Warton die Fertigung der Tragflächen und Leitwerke voran, welche die Konstruktion vervollständigen sollen. Sobald diese Komponenten zusammengebaut und mit den zunächst vorgesehenen EJ200-Triebwerken des Eurofighter ausgestattet sind, können Tests aerodynamischer Konzepte sowie der Sensoren beginnen, die später in den Flugzeugen integriert werden sollen.

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Auffällig ist außerdem, dass die neue Auslegung zwei nach außen geneigte Seitenleitwerke besitzt, jedoch auf horizontale Stabilisierungsflächen verzichtet. Letztere sind bei aktuellen Kampfflugzeugen der fünften Generation noch vorhanden. Auch die abgeschnittenen Flügelspitzen und die leicht geschwungenen Kanten fallen ins Auge. Sollten diese Merkmale in die endgültige Konfiguration übernommen werden, würde dies eine Abkehr von den ursprünglich gezeigten Entwürfen bedeuten. Das auffallend breite Profil des zentralen Rumpfbereichs dieser Konzepte bleibt jedoch erhalten.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Plattform kein Demonstrator ist, der die endgültige Auslegung des Flugzeugs abbildet. Analysten und mit dem Programm vertraute Vertreter gehen daher davon aus, dass künftige Änderungen nicht überraschend wären. Auf Grundlage der jüngsten Bilder von Modellen, die auf der Farnborough International Airshow gezeigt wurden, lässt sich vermuten, dass das Serienmuster größer als der Demonstrator ausfallen und zudem eine komplexere Struktur erhalten könnte, um sämtliche vorgesehenen Systeme aufzunehmen.

Jüngste Entwicklungen beim Kampfjet der sechsten Generation

Neben diesen Fortschritten haben die Partner des GCAP-Programms zuletzt eine Reihe wichtiger Neuerungen zu technischen und organisatorischen Aspekten bekannt gegeben. Eine davon betrifft das bereits erwähnte Antriebssystem der Flugzeuge: Es wurde berichtet, dass mehr als einhundert Erprobungen an Komponenten im kleinen Maßstab abgeschlossen wurden. Deren Ergebnisse sollen den Partnern ermöglichen, mit Bodentests des Gesamtsystems fortzufahren und die endgültige Auslegung festzulegen.

Während derselben Veranstaltung in Farnborough, auf der das Modell des künftigen Kampfjets vorgestellt wurde, kündigte das Vereinigte Königreich außerdem erhebliche Finanzmittel an, um die Entwicklung neuer Technologien für das Flugzeug stärker voranzutreiben. Dazu zählen neue Software, künstliche Intelligenz und digitale Ingenieurskapazitäten. Die beteiligten Industrien sollen ihrerseits moderne Verfahren der additiven Fertigung und der erweiterten Realität einsetzen. Nach Angaben der britischen Regierung sind mehr als 4.500 Beschäftigte in den Prozess eingebunden; darüber hinaus sollen rund 600 lokale Unternehmen und Institutionen davon profitieren.

Diese Meldung folgt auf die Ankündigung zu Beginn dieses Monats, als das Vereinigte Königreich, Italien und Japan die Vergabe eines zweiten Vertrags über mehr als 4,6 Milliarden Pfund an das dreinationale Unternehmen Edgewing bestätigten. Damit soll die Entwicklung des Kampfjets in den kommenden 18 Monaten weiter vorangetrieben werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums soll insbesondere die Phase des fortgeschrittenen Konzepts und der Bewertung abgeschlossen sein, wodurch der Weg für die endgültige Konstruktion frei würde.

Kanada als Beobachter im GCAP-Programm

Schließlich wurde das Programm – im Einklang mit wiederholten Äußerungen britischer, italienischer und japanischer Vertreter – auch für einen neuen Partner mit Beobachterstatus geöffnet: Kanada. Ottawa erhält damit die Möglichkeit, die Eigenschaften des künftigen Kampfjets, die bestehenden Mechanismen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit und die dafür vorgesehene industrielle Kapazität detailliert kennenzulernen. Ziel ist es, dass sich das Land später vollständig an der Entwicklung beteiligt und eigene Finanzmittel sowie Technologien einbringt.

Titelbild: BAE Systems

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