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Duschkabine aus Sicherheitsglas verliert Platz für die offene Dusche

Zwei Frauen knien auf dem Boden eines modernen Badezimmers und betrachten eine Duschrinne nahe einer Glasdusche.

Die Duschkabine aus Sicherheitsglas verliert zunehmend an Bedeutung gegenüber Badezimmern mit offener Dusche, die auch als Walk-in-Dusche oder Wet Room bezeichnet werden. Dieses Konzept verzichtet auf schwer zu reinigende Schienen, Dichtungen und Profile und schafft einen durchgängigen, besser belüfteten und optisch großzügigeren Duschbereich.

Warum bildet sich in der Duschkabine aus Sicherheitsglas so leicht Schimmel?

Nicht allein das Glas ist das Problem. Ablagerungen entstehen meist an Dichtgummis, in den unteren Führungsschienen, an Laufrollen und in Ecken, in denen nach dem Duschen Wasser stehen bleibt. Dort sammeln sich Seifenreste, Hautfett, Kalk und Feuchtigkeit.

Ist die Belüftung im Bad unzureichend, trocknen die Flächen nur langsam, und Schimmel findet geschützte Spalten, in denen er erneut auftreten kann. Selbst bei regelmäßigem Putzen können die Ränder der Duschkabine dunkel werden, da Silikon und Gummidichtungen altern, ihre Dichtwirkung verlieren und Rückstände festhalten.

Welcher Trend ersetzt die herkömmliche Duschkabine?

Im Trend liegt die offene Dusche mit durchgehendem Boden, Duschrinne und sorgfältig geplanter Nasszone. Statt den Duschbereich mit Glastüren abzutrennen, setzt die Gestaltung auf ein korrektes Bodengefälle, wasserundurchlässige Beläge und teilweise lediglich auf eine halbhohe Wand oder eine dezente feste Glaswand.

  • Walk-in-Dusche: offener Duschbereich ohne Schiebetür.
  • Wet Room: vollständig abgedichtetes Bad, das Wasser in einem größeren Bereich aufnehmen kann.
  • Duschrinne: unterstützt den Wasserablauf und wirkt optisch aufgeräumter.
  • Schwellenloser Boden: erleichtert die Bewegung und verbessert die Barrierefreiheit.

Warum wirkt eine Walk-in-Dusche großzügiger und hygienischer?

Ohne Türen, Schienen und Rahmen kann der Blick ungehindert durch das Bad wandern. Besonders in kleinen Bädern ist dieser Effekt vorteilhaft: Der Duschbereich erscheint nicht länger wie eine separate Kabine, sondern wird Teil der einheitlichen Boden- und Wandfläche.

Auch die Reinigung wird einfacher, weil es weniger Zwischenräume gibt, in denen sich Schmutz ablagern kann. Ein Tuch erreicht den Boden leichter, der Abzieher gleitet ohne Schienenhindernisse darüber, und bei guter Lüftung nach dem Duschen trocknen die Oberflächen schneller.

Was sollte vor dem Ausbau der Duschkabine geplant werden?

Eine offene Dusche funktioniert nicht gut als improvisierte Lösung. Vor dem Entfernen der Duschkabine aus Sicherheitsglas müssen Bodengefälle, Position der Dusche, Ablaufleistung, Abdichtung sowie die Abstände zwischen Nassbereich, WC, Schrank und Steckdose geprüft werden.

  • Bodengefälle in Richtung Ablauf, damit keine Wasserpfützen entstehen.
  • Ablauf mit ausreichender Leistung für die Wassermenge der Dusche.
  • Rutschhemmender Belag im Nassbereich.
  • Fachgerechte Abdichtung von Boden und den Wänden in Duschnähe.
  • Natürliche Belüftung oder Abluftventilator, um angesammelte Feuchtigkeit zu verringern.

Ein schöner Wechsel gelingt nur mit einem klaren Wasserweg

Eine offene Dusche lässt das Bad leichter wirken, setzt jedoch eine gute Planung voraus. Fehlt dem Boden das Gefälle, verteilt sich das Wasser im Raum; ist der Ablauf zu klein, entsteht beim Duschen eine Pfütze; bei schwacher Belüftung verlagert sich der Schimmel lediglich an andere Stellen.

Die beste Umsetzung dieses Trends verbindet durchgehende Flächen, einen sinnvoll positionierten Ablauf, pflegeleichte Beläge und einen berechneten Spritzwasserbereich. So wirkt das Bad größer, trocknet besser und vermeidet genau jene Stellen, an denen die frühere Duschkabine besonders oft Schimmel ansammelte: Führungsschienen, Dichtgummis und schwer erreichbare Ecken.

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