Der Bau des ersten abgesenkten Tunnels Brasiliens soll die Mobilität in der Baixada Santista auf innovative Weise grundlegend verändern. Dieses umfangreiche Infrastrukturvorhaben wird Santos und Guarujá dauerhaft miteinander verbinden und den örtlichen Verkehr deutlich effizienter gestalten.
Wie wird der neue abgesenkte Tunnel aufgebaut sein?
Das Großprojekt schafft auf einer Gesamtlänge von knapp 1,6 km eine Verbindung zwischen beiden Gebieten. Davon verlaufen 870 Meter unter dem Kanal des stark frequentierten Santoser Hafens; dadurch wird die regionale Verbindung spürbar modernisiert.
Die Überfahrt, die üblicherweise eine Stunde dauert, soll nach Abschluss der Arbeiten weniger als fünf Minuten beanspruchen. Für die Bevölkerung ergeben sich mehrere wesentliche Verbesserungen im Alltag. Die wichtigsten baulichen Details sind nachfolgend zusammengefasst:
- Drei Fahrstreifen: In jeder Fahrtrichtung sind drei Fahrstreifen für Fahrzeuge vorgesehen.
- Integrierte Gleise: Ein vollständig vorbereiteter Bereich wird den Betrieb der Stadtbahn VLT ermöglichen.
- Aktive Mobilität: Eigene Wege sind für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende eingeplant.
Wie hoch ist das finanzielle Volumen des Bauvorhabens?
Das aktualisierte Budget für das Projekt beläuft sich auf 6,8 Milliarden Real. Diese hohe Summe verdeutlicht die Größe der Maßnahme und liegt über früheren staatlichen Prognosen, die für die Umsetzung dieser groß angelegten öffentlichen Investition deutlich geringere Ausgaben angesetzt hatten.
Nach dem Plan für die öffentlichen Mittel werden die Ressourcen ausgewogen zwischen der Landes- und der Bundesebene aufgeteilt. Um vollständige Transparenz und vorbildliche Steuerung zu gewährleisten, richtete die Hafenbehörde ein gesondertes Treuhandkonto zur Verwaltung dieser entscheidenden Mittel ein.
Wie werden die Umweltauswirkungen in der Region überwacht?
Bei großen Ingenieurprojekten ist während der Umsetzung eine strenge Kontrolle zahlreicher örtlicher Umweltfaktoren erforderlich. Die Umweltbehörde des Bundesstaats São Paulo hat bereits eine wichtige vorläufige Genehmigung erteilt; die künftige Konzessionärin muss jedoch detaillierte ökologische Minderungspläne vorlegen.
Umweltschutz
Kritische Überwachungspunkte
Das Vorhaben verlangt eine kontinuierliche Aufsicht über die Baggerarbeiten sowie über die sachgerechte Behandlung der entnommenen Sedimente.
Zusätzlich werden die Auswirkungen von Lärm auf die Fauna und Flora der entlang der Baustrecke liegenden Mangroven untersucht.
Der Schutz der örtlichen Ökosysteme wird durch wirksame Kommunikationsprogramme ergänzt, die sich direkt an die Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld richten. Das erfolgreiche Unternehmen muss den Schutz der Tierwelt und der Naturschutzflächen entsprechend den Kriterien in den folgenden zentralen Umweltpunkten sicherstellen:
- Detaillierte Erfassung direkter und indirekter Auswirkungen auf die lokalen Mangroven.
- Strukturierte Programme für einen fortlaufenden Dialog mit den in der Region lebenden Gemeinschaften.
- Strenge Schutzmaßnahmen, um Störungen der regionalen Fauna so gering wie möglich zu halten.
Welche Bauphasen umfasst der Zeitplan?
Die innovative Baumethode sieht vor, vorgefertigte Betonmodule geordnet direkt auf dem ausgehobenen Grund des Kanals zu platzieren. Diese anspruchsvolle Unterwassertechnik erfordert eine äußerst präzise Zeitplanung, um den betrieblichen Erfolg zu sichern und die technologische Entwicklung dieses wichtigen nationalen Sektors voranzutreiben.
Die öffentlichen Planungen sehen einen kontinuierlichen Ablauf mit klaren Fristen für jede wesentliche Phase des Verkehrsvorhabens vor. Die offiziellen Prognosen führen sämtliche von den Verantwortlichen festgelegten Jahresziele auf und zeigen die zeitliche Entwicklung der logistischen Infrastruktur, wie nachstehend dargestellt:
- Das Jahr 2026 ist für die anfängliche Vorbereitung des technischen Projekts vorgesehen.
- Der offizielle Start der ersten baulichen Maßnahmen ist für 2027 geplant.
- Die spezialisierte Herstellung der Betonblöcke und die Endmontage sollen bis 2031 erfolgen.
Welche künftigen sozioökonomischen Auswirkungen wird das Projekt haben?
Mota-Engil gewann die Ausschreibung und übernimmt für 30 Jahre den Bau sowie die Instandhaltung der Strecke. Dieser Vertrag soll den technischen Betrieb des Verkehrskomplexes stabilisieren und den Nutzerinnen und Nutzern der Küstenregion von São Paulo unmittelbar zugutekommen.
Neben der erheblichen Zeitersparnis dürfte die Umsetzung dieses Infrastruktur-Großprojekts vor Ort Tausende direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen. Diese neuen Stellen werden die Wirtschaft der Hafenstädte beleben und Beschäftigten eine sauberere, schnellere und äußerst sichere Überfahrt ermöglichen.
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