Eine Edelstahlspüle wird in privaten Küchen wieder häufiger als Alternative zu Granit eingesetzt. Ihre porenfreie Oberfläche, die Möglichkeit eines integrierten Spülbeckens und das im Vergleich zu einer Arbeitsplatte aus massivem Stein meist geringere Gewicht vereinfachen die Reinigung sowie die Anpassung bei kompakten Planungen und Renovierungen.
Welches Material ersetzt Granit?
Als vorgestellte Alternative gilt Edelstahl. Dieses Material ist aus Profiküchen bekannt, weil es Wasser, der alltäglichen Hitze und dem häufigen Kontakt mit Lebensmitteln standhält. In Wohnküchen lässt sich das Blech auf einer tragenden Unterkonstruktion formen und nach Maß anfertigen.
- Spülbecken, Arbeitsfläche und Aufkantung können miteinander verbunden werden;
- eine regelmäßige Imprägnierung ist nicht erforderlich;
- es passt zu Küchen im Industrie-Stil und zu minimalistischen Einrichtungen;
- die Ausführung lässt sich an den vorhandenen Platz anpassen;
- bei guter Planung entstehen nur wenige Fugen;
- der Nassbereich lässt sich leichter hygienisch reinigen.
Warum ist eine Edelstahl-Arbeitsplatte meist leichter?
Granit wird als dicke Platten aus Naturstein eingebaut. Eine Edelstahl-Arbeitsplatte besteht dagegen normalerweise aus einem Metallblech, das über einer Stützkonstruktion geformt wird. Dadurch verringert sich das Gewicht der eigentlichen Arbeitsfläche, was Transport und Montage in bestimmten Projekten erleichtern kann.
Der Vorteil hängt jedoch vom gesamten Aufbau ab, da auch die Unterkonstruktion unter dem Blech Gewicht mitbringt. Vor einem Austausch sollte die Küchenmöblierung geprüft werden, damit sie eben, stabil und gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt ist.
Bekommt Edelstahl beim Gebrauch tatsächlich keine Flecken?
Der für die Küchenspüle verwendete Edelstahl nimmt Kaffee, Wein, Öl oder Sauce nicht auf, wie es eine ungeschützte poröse Oberfläche tun kann. Damit sinkt das Risiko dauerhafter Flecken, die durch das Eindringen von Flüssigkeiten entstehen.
- Mit neutralem Spülmittel und einem weichen Schwamm reinigen;
- in Richtung der gebürsteten Struktur wischen;
- nach der Reinigung trocknen, damit keine Wasserflecken zurückbleiben;
- keine gewöhnliche Stahlwolle verwenden;
- Produkte mit konzentriertem Chlor vermeiden;
- beim Schneiden von Lebensmitteln ein Schneidebrett benutzen, um Kratzer auf der Arbeitsplatte zu verhindern.
Welche Nachteile hat eine Edelstahlspüle?
Edelstahl saugt zwar keine Flüssigkeiten auf, kann aber Fingerabdrücke, getrocknete Tropfen und oberflächliche Kalkflecken zeigen. Zudem sind Kratzer und Dellen möglich, vor allem bei sehr dünnem Blech oder wenn Töpfe und schwere Gegenstände darauf aufprallen.
Gebürstete, satinierte oder strukturierte Oberflächen kaschieren Gebrauchsspuren besser als spiegelnde Ausführungen. Blechstärke, Stahlqualität, die Verstärkung auf der Unterseite und eine fachgerechte Montage bestimmen unmittelbar die Widerstandsfähigkeit sowie die Geräuschentwicklung beim Kontakt mit Küchenutensilien.
Ist die Granitspüle wirklich nicht mehr aktuell?
Zu behaupten, Granit werde nicht mehr verwendet, wäre übertrieben. Der Stein bleibt widerstandsfähig, langlebig und gefragt; in manchen Regionen kann er zudem weniger kosten als eine maßgefertigte Edelstahl-Arbeitsplatte. Natursteine benötigen allerdings eine geeignete Versiegelung, um die Aufnahme von Flüssigkeiten und Flecken zu verringern.
Edelstahl ist besonders interessant für alle, die eine unkomplizierte Reinigung, eine moderne Optik und eine durchgehende Fläche mit integriertem Spülbecken bevorzugen. Welche Lösung besser passt, richtet sich nach Budget, gewünschter Gestaltung und der Bereitschaft, mit den natürlichen Kratzern von Stahl oder dem bei Granit nötigen Imprägnierungsaufwand zu leben.
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