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China entdeckt Wangu und Dadonggou: zwei außergewöhnliche Goldlagerstätten

Geologe mit Helm untersucht goldhaltige Gesteinsproben auf Boden im Freien, Berglandschaft im Hintergrund.

China könnte gerade zwei der außergewöhnlichsten Goldlagerstätten seiner jüngeren Geschichte entdeckt haben. Selbst Krösus wäre auf diesen Schatz neidisch gewesen!

Nach den Informationen, die das China Mining Magazine in den vergangenen Monaten veröffentlicht hat, sowie den Mitteilungen von Xinhua, der nationalen Nachrichtenagentur, und dem Staatsrat Chinas übertrifft dieser Fund alles, was bislang aus dem Untergrund des Landes gefördert wurde.

Entdeckt wurden zwei außergewöhnliche Lagerstätten: Wangu in der Provinz Hunan und Dadonggou in der Provinz Liaoning. Zusammen sollen sie mehr als 2.000 Tonnen Gold enthalten. Die lokalen Behörden bezeichnen Wangu bereits als „Supergigant“; sein theoretischer Wert liegt bei über 600 Milliarden Yuan, also rund 83 Milliarden US-Dollar. Eine vollständige wissenschaftliche Veröffentlichung, die die Zusammensetzung des gefundenen Metalls oder die Modellierung der Wangu-Reserven detailliert darlegt, liegt bislang allerdings nicht vor. Bei Dadonggou werden erst die vollständigen Berichte zeigen, was die Lagerstätte tatsächlich enthält – obwohl die ersten Hinweise bereits für sich genommen bemerkenswert sind.

Wangu und Dadonggou: außergewöhnliches Bergbaupotenzial

Von den beiden Goldlagerstätten ist Wangu bislang besser dokumentiert. Nach den derzeit veröffentlichten Daten befinden sich 300 Tonnen Goldreserven, die von den Teams vor Ort quantifiziert und bestätigt wurden, in Tiefen von bis zu 2.000 Metern. Werden die Lagerstättenmodelle bis auf 3.000 Meter fortgeführt, kommen Schätzungen von mehr als 1.000 zusätzlichen Tonnen hinzu.

Die Unterscheidung zwischen Reserven und Schätzungen ist dabei entscheidend: Erstere bezeichnen eine bestätigte Menge, während Letztere ein hochgerechnetes Potenzial darstellen, das nur durch weitere Arbeiten bestätigt oder korrigiert werden kann.

Dadonggou: breite goldhaltige Zone in Liaoning

Nach ersten Angaben des China Mining Magazine könnte die Lagerstätte Dadonggou sogar noch ergiebiger sein. Geologen der Liaoning Fifth Geological Brigade haben einen knapp 3 km langen und 1,5 km breiten Goldgürtel identifiziert. Das Gebiet galt zuvor nicht als geologisch geeignet für das Vorkommen einer Lagerstätte dieser Größenordnung.

Bei sämtlichen Bohrungen wurde Gold zutage gefördert, auch wenn die Konzentrationen mit 0,3 bis 1 g/t Gestein eher niedrig ausfielen. Die Gehalte sind damit zwar gering, doch die potenziellen 1.500 Tonnen Metall liegen in Gestein, das sich leicht aufbereiten lässt. Dadurch könnten vergleichsweise hohe Ausbeuteraten erreicht werden. Erste metallurgische Tests weisen auf eine Spanne von 65 bis 91 % hin, sodass die Förderung potenziell sehr einfach sein könnte.

Chinas Goldreserven als geoökonomischer Vorteil

Natürlich müssen alle bislang genannten Zahlen noch durch weitere Untersuchungen und 3D-Modellierungen der unterirdischen Bereiche abgesichert werden. Doch auch ohne Hochrechnungen ist es nahezu sicher, dass diese beiden Lagerstätten China eine sehr komfortable wirtschaftliche Position verschaffen werden. Das Land ist bereits führend bei Seltenen Erden und würde sich einen enormen geoökonomischen Vorsprung sichern: Peking könnte nicht nur kritische Ressourcen absichern, sondern auch über geologisches Kapital verfügen, das weltweit selten ist.

Sollten sich die potenziellen Mengen beider Lagerstätten bestätigen, könnte ihr Wert an 180 Milliarden US-Dollar heranreichen. Dieser enorme finanzielle Zufluss würde es China ermöglichen, seine monetäre Basis zu stärken und seine wirtschaftliche Macht langfristig auf dem Rohstoffmarkt auszubauen. Ein unterirdischer Segen, der wohl mehr als einem westlichen Minister schlaflose Nächte bereiten dürfte!

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