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Pato Branco startet Bau des neuen Passagierterminals am Regionalflughafen Professor Juvenal Loureiro Cardoso

Zwei Ingenieure am Flughafen mit Bauplänen, im Hintergrund Privatjet und Baumaschinen.

Neuer Passagierterminal am Regionalflughafen Professor Juvenal Loureiro Cardoso

Die Stadtverwaltung von Pato Branco im Südwesten des Bundesstaats Paraná hat am Dienstag (30.) den Baubeginn für den neuen Passagierterminal des Regionalflughafens Professor Juvenal Loureiro Cardoso freigegeben. Die Landesregierung investiert über Mittel des Staatssekretariats für Infrastruktur und Logistik (SEIL) rund 30 Millionen R$ in die Aufwertung des Flughafenterminals der Stadt.

Der bestehende Bau umfasst 700 Quadratmeter. Der neue Terminal wird mit 6.400 Quadratmetern bebauter Fläche nahezu neunmal so groß sein und gleichzeitig etwa 180 Fluggäste abfertigen können. Für die Fertigstellung sind 900 Tage vorgesehen. Ausgeführt wird das Projekt von einem Konsortium der Unternehmen Embracol und Nazário Elétrica, die das von der Stadt durchgeführte Vergabeverfahren gewonnen haben.

Neben der Unterstützung des Bundesstaats wurde das Vorhaben durch die Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugenossenschaft von Pato Branco (Coohapab) ermöglicht. Diese stellte ein Grundstück von ungefähr 7.000 Quadratmetern zur Verfügung und schuf damit die Voraussetzung für den neuen Terminal. Nach der Modernisierung kann der Flughafen bis zu zwei Flüge parallel abwickeln; das Vorfeld bietet Platz für drei Flugzeuge.

Höhere Kapazität für Passagiere und Fracht

Das Projekt soll die logistischen Möglichkeiten der Region ausbauen und sowohl den Passagier- als auch den Güterverkehr verbessern. „Der Südwesten ist eine dynamische Region mit starkem wirtschaftlichem und technologischem Wachstum, das Planung und eine langfristige Perspektive für die Verkehrsinfrastruktur erfordert“, erklärte der Staatssekretär für Infrastruktur und Logistik, Fernando Furiatti.

Mit dem Neubau können größere Flugzeugtypen abgefertigt werden, wodurch die Passagierkapazität deutlich steigt. Derzeit kann der Regionalflughafen etwas mehr als 70 Passagiere aufnehmen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Anlage Flugzeuge wie die von Azul eingesetzte Embraer E195 empfangen können, die rund 144 Fluggäste befördert.

Die Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der Stadtverwaltung von Pato Branco umfasst zudem weitere zentrale Flughafenmaßnahmen: die Verlängerung der Start- und Landebahn, den Bau eines neuen Rollwegs sowie die Einführung eines neuen Befeuerungssystems.

„Alle diese Vereinbarungen sind bereits abgeschlossen. Wir haben uns dafür entschieden, mit dem Terminal zu beginnen, weil dies das komplexeste Bauvorhaben ist und die längste Ausführungszeit benötigt. Parallel dazu werden die übrigen Maßnahmen umgesetzt, sodass größere Flugzeuge den Flughafen bereits nutzen können“, erläuterte Bürgermeister Géri Dutra.

Frühere Investitionen und Planung für die Regionalflughäfen

Zuvor waren bereits rund 3 Millionen R$ in Asphaltierungsarbeiten, die Erneuerung des Belags und die horizontale Markierung der Start- und Landebahn, der Sicherheitsfläche, des Vorfelds und des Rollwegs investiert worden. Außerdem erhielt der Flughafen ein PAPI-System (Precision Approach Path Indicator beziehungsweise Präzisionsanflug-Gleitwinkelanzeige), das die Sicherheit und die betriebliche Leistungsfähigkeit des Terminals erhöht.

Am Freitag (26.) besuchte ein Team der Abteilung für Infrastruktur- und Logistikmanagement sowie -planung der SEIL den Regionalflughafen von Pato Branco. Der technische Besuch diente der Aktualisierung des Staatlichen Luftverkehrsplans (PAE). Dabei sollen die Angaben zur örtlichen Flughafeninfrastruktur auf den neuesten Stand gebracht werden, um die kurz-, mittel- und langfristige Planung des regionalen Luftverkehrssystems zu unterstützen.

Untersucht wurden die Bewegungsflächen für Flugzeuge, der Passagierterminal, die Liegenschaftsflächen sowie die am Flugplatz verfügbaren Dienste und Navigationshilfen. Der Terminal verfügt bereits über regelmäßige Flugverbindungen und entwickelt sich zu einem der Knotenpunkte für die Anbindung innerhalb des Bundesstaats.

Die Überarbeitung des Staatlichen Luftverkehrsplans (PAE) ist ein wesentliches Instrument, um die Politik zur dezentralen Entwicklung und Stärkung der regionalen Luftfahrt in Paraná zu festigen, die zu den am besten vernetzten des Landes zählt. Neben der Förderung des regulären Passagierverkehrs, der Annäherung von Unternehmen sowie der Unterstützung von Handel und Industrie im Landesinneren erfüllt ein gut ausgebautes Netz öffentlicher Flughäfen eine strategische soziale Funktion.

Regionale Flugplätze dienen ebenfalls als unverzichtbare Einsatzbasen für Missionen der öffentlichen Sicherheit, für dringende luftmedizinische Einsätze des Gesundheitsnetzes und für schnelle Transportwege von Transplantationsorganen. Sie retten Leben, indem sie Distanzen verkürzen, die auf dem Landweg nicht praktikabel wären.

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