Das traditionelle Einbaubecken, das unter der Waschtischplatte montiert wird, teilt sich den Platz zunehmend mit Aufsatzmodellen und wandhängenden Varianten. Diese Lösungen können eine Renovierung vereinfachen, den Bereich unter dem Waschplatz freihalten und das Waschbecken besser an kompakte Räume anpassen, ohne dass der vorhandene Unterschrank vollständig ersetzt werden muss.
Warum verliert das Einbaubecken im Bad an Bedeutung?
Ein Einbaubecken schafft eine dezente, durchgehende Fläche, seine Montage erfordert jedoch präzise Ausschnitte und eine passende Waschtischplatte. Bei Beschädigungen, einer Änderung der Beckengröße oder dem Wunsch nach einer Modernisierung müssen unter Umständen Teile des Unterschranks demontiert und Oberflächen neu bearbeitet werden.
Hinzu kommt der Platz, den das Becken im Inneren des Möbels beansprucht. Gerade in kleinen Bädern wird der Raum unter dem Waschplatz oft für Hygiene- und Reinigungsartikel genutzt; ein tiefes Becken verringert dieses Stauvolumen deutlich.
Wie kann ein Aufsatzwaschbecken die Renovierung günstiger machen?
Ein Aufsatzwaschbecken wird auf die Oberfläche gesetzt, sodass lediglich Ablaufventil und Rohrleitung durch die Platte geführt werden. Häufig lässt sich der vorhandene Unterschrank weiterverwenden, sofern seine Konstruktion das Gewicht trägt und gegen Feuchtigkeit geschützt ist:
- Prüfen Sie Tragfähigkeit und waagerechte Ausrichtung der Waschtischplatte;
- passen Sie die Öffnung für das Ablaufventil an;
- wählen Sie eine hohe Armatur oder eine direkt an der Wand montierte Variante;
- stellen Sie sicher, dass die spätere Höhe für die tägliche Nutzung angenehm ist;
- dichten Sie den Bereich rund um den Beckenfuß sorgfältig ab;
- lassen Sie ausreichend Platz, um die Oberfläche reinigen zu können.
Welchen Vorteil bietet ein Wandwaschbecken in kleinen Räumen?
Ein Wandwaschbecken wird unmittelbar an der Wand befestigt und benötigt weder eine Platte noch einen bis zum Boden reichenden Unterschrank. Weil der Bereich darunter frei bleibt, wirkt das Bad weniger überladen, ermöglicht ein bequemeres Herantreten und erleichtert beim Putzen das Wischen mit Tuch oder Bodenwischer.
Dieses Modell lässt sich zudem mit einem kleinen Regal, einem Handtuchhalter oder einem dezenter gestalteten Siphon kombinieren. Die Wand muss in gutem Zustand sein und geeignete Dübel sowie Halterungen erhalten, da die Befestigung das gesamte Gewicht von Keramik und Wasser tragen muss.
Welche Formen eignen sich am besten für kompakte Bäder?
Runde und ovale Modelle oder Varianten mit geringer Tiefe benötigen optisch weniger Raum und senken in engen Bereichen das Risiko, anzustoßen. Bei der Auswahl zählen nicht nur die Breite des Waschbeckens, sondern auch Türöffnung, Bewegungsfläche und der Abstand zum WC:
- Kleine runde Becken für schmale Waschtischplatten;
- ovale Modelle mit weichen, wenig vorstehenden Rändern;
- Eck-Wandwaschbecken für kleine Gäste-WCs;
- flache Becken, wenn der Unterschrank seinen Innenraum behalten soll;
- Wandarmaturen, um die Fläche der Waschtischplatte freizugeben;
- helle Farben, damit die gesamte Einrichtung optisch leichter wirkt.
Die neue Lösung macht den Austausch des gesamten Möbels überflüssig
Ein Wechsel kann kostengünstiger ausfallen, wenn die vorhandene Platte stabil, eben und frei von Feuchtigkeitsschäden ist. Die Montage eines Aufsatzwaschbeckens verlangt weniger Anpassungen als eine vollständige Renovierung, dennoch müssen die Lage der Leitungen, die Höhe der Armatur und die Tragfähigkeit des Materials überprüft werden.
Alternativen zum traditionellen Einbaubecken helfen dabei, die Waschtischplatte besser zu nutzen oder den Boden vollständig freizuhalten. Zwischen Aufsatzwaschbecken und Wandwaschbecken ist die Variante die beste Wahl, die Hindernisse minimiert, Bewegungsfreiheit erhält und die Reinigung des Badezimmers vereinfacht.
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