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Santa Maria da Feira: Krater an Brücke sorgt sechs Monate nach Überschwemmungen für Sorgen

Mann steht an zerstörter Straße neben großer Baugrube mit Absperrung und Häusern im Hintergrund.

Die Überschwemmungen zu Jahresbeginn beschädigten die Fahrbahn und rissen in der Rua de Joaquim Pinto de Lima in Santa Maria da Feira einen Krater auf. Die Straße an der dortigen Brücke musste deshalb gesperrt werden. Sechs Monate später berichten Anwohner von zunehmenden Schäden und sorgen sich um die Sicherheit, während die Stadtverwaltung erklärt, dass das Vergabeverfahren für die Arbeiten bereits läuft.

Die Ruhe auf diesem Straßenabschnitt steht im Gegensatz zur Unruhe der Anwohnerschaft. Seit den Überschwemmungen am Jahresanfang ist die Durchfahrt wegen der Schäden an der Brücke und eines Kraters unterbrochen, der nach Angaben der Bewohner weiterhin größer wird.

Schäden an der Rua de Joaquim Pinto de Lima nehmen zu

Mara Silva erinnert sich an die Tage der Überschwemmungen. „Das war zwischen Ende Januar und Anfang Februar“, sagt sie. Nach ihren Angaben „stand das Haus der Nachbarin mehr als einen Meter unter Wasser, und danach traten diese Risse in den seitlichen Straßenbereichen und an der Brücke auf“.

Seither sei die Verschlechterung immer deutlicher geworden, versichert sie. Ihr Ehemann Eurico Neves sagt, der Krater werde fortlaufend größer. „Seit April kann ich Ihnen sagen, dass sich das Loch verdoppelt hat“, berichtet er und ergänzt: „Auch der gesamte umliegende Belag zeigt inzwischen Anzeichen, nachzugeben.“

Die Sorge reicht weit über die Einschränkungen durch die Straßensperrung hinaus. „Wir befürchten, dass diese seitliche Mauer einstürzen könnte, dass das Loch größer wird und ein Kind dort hineinfällt“, sagt der Anwohner mit Blick auf die Stützmauern am Wasserlauf.

Kein Zugang zu den Häusern

Die Sperrung der Straße hat auch den Verkehr in diesem Wohngebiet verändert. Viele Autofahrer fahren in die Straße hinein, ohne die Sperre zu bemerken, und müssen anschließend wenden. „Jeden Tag fahren Fahrzeuge hier hinein“, erklärt Eurico Neves. Der zusätzliche Verkehr und die Wendemanöver beschleunigten seiner Ansicht nach die Verschlechterung der Fahrbahn.

Zudem beklagen die Anwohner, dass manche Fahrer die Beschilderung missachten. Dadurch werde der Verkehr erschwert, und gelegentlich würden sogar die Zufahrten zu den Häusern blockiert.

Obwohl sie nach eigener Aussage die Behörden kontaktiert haben, bedauert das Ehepaar, dass eine endgültige Lösung weiter auf sich warten lässt. Mara Silva kritisiert die bisherigen Maßnahmen: „Sie kommen, markieren es, fügen einen Meter hinzu oder nehmen einen Meter weg, bringen Absperrbänder an – aber das Problem lösen sie nicht.“

Ein weiterer Punkt betrifft den Umfang der künftigen Arbeiten. Die Anwohner geben an, informiert worden zu sein, dass seit mehreren Jahren ein Projekt zur Sanierung der Brücke existiere. Sie befürchten jedoch, dass der Eingriff nicht alle bestehenden Probleme beseitigt. Wie sie erklären, weisen die seitlichen Mauern und die Ufer des Bachs Schwachstellen auf; bei erneuten Überschwemmungen könnten die Wohnhäuser weiterhin gefährdet sein.

Stadtverwaltung plant Ersatz der Infrastruktur

Auf Anfrage von JN erklärt die Stadtverwaltung von Santa Maria da Feira, sie habe gehandelt, „sobald Schäden an der Fahrbahn der hydraulischen Querung und an den Stützmauern festgestellt wurden“, und das erforderliche Verfahren zum Ersatz der Infrastruktur eingeleitet. Die technische Bewertung habe ergeben, dass es notwendig sei, „die Infrastruktur zu ersetzen und an den Bachufern unmittelbar oberhalb und unterhalb einzugreifen“.

Gründe für die Verzögerung

Die Gemeinde begründet die Verzögerung mit der Notwendigkeit, „mehrere technische, umweltrechtliche und administrative Verfahren“ einzuhalten. Dazu zähle auch die Einholung einer Genehmigung bei der Portugiesischen Umweltagentur. Nach Abschluss dieser Phase sei das Ausführungsprojekt erstellt und die öffentliche Ausschreibung für die Bauarbeiten mit einem Basiswert von 138 850 Euro veröffentlicht worden.

Nach Angaben der Stadtverwaltung umfasst die Maßnahme „den Ersatz der bestehenden hydraulischen Querung, den Wiederaufbau der Straßenplattform, die künftig über zwei Fahrspuren und auf einer Seite über einen Gehweg verfügen wird, sowie die Sicherung der Bachufer unmittelbar oberhalb und unterhalb der Infrastruktur“.

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