Die Heizspirale des elektrischen Duschkopfs gehört zu den Bauteilen, die im Badezimmeralltag besonders stark beansprucht werden. Obwohl sie nicht sichtbar ist, muss sie hohen Temperaturen und Wasserdruck standhalten. In vielen Regionen führen außerdem große Mengen an Mineralien im Wasser zu Kalkablagerungen, einer nachlassenden Leistung und sogar zum Durchbrennen des Bauteils.
Warum lagert sich an der Heizspirale des Duschkopfs Kalk ab und weshalb sinkt ihre Leistung?
Die Heizspirale des Duschkopfs wandelt elektrische Energie in Wärme um, um das Wasser zu erhitzen. Während das Wasser über das erwärmte Bauteil fließt, setzen sich die darin gelösten Mineralstoffe zunehmend auf der Metalloberfläche fest. Dadurch entsteht rund um den Heizdraht eine Kalkschicht.
Besonders ausgeprägt ist dieser Vorgang bei hartem Wasser mit einem hohen Calcium- und Magnesiumgehalt. Die Kalkablagerung wirkt wärmedämmend, sodass die Heizspirale bei höheren Temperaturen arbeiten muss. Das steigert den Stromverbrauch und erhöht die Gefahr, dass das Element vorzeitig durchbrennt oder das Metall Risse bekommt.
Welche Anzeichen zeigen, dass die Heizspirale des Duschkopfs ihre Belastungsgrenze erreicht?
Bevor die Heizspirale vollständig ausfällt, kündigt sie dies meist durch einige Warnsignale an. Wenn das Wasser länger zum Aufheizen braucht, bei unveränderter Einstellung nur noch lauwarm wird oder die Temperatur beim Duschen schwankt, ohne dass der Wahlschalter verstellt wurde, ist die Wärmeübertragung wahrscheinlich beeinträchtigt.
Auch mehrere weitere Symptome können gleichzeitig auftreten. Sie weisen darauf hin, dass der Betrieb unterbrochen und ein Austausch oder eine sichere Wartung geprüft werden sollte.
- Das Wasser wird selbst in der Stellung „Winter“ oder „Heiß“ weniger warm.
- Die Temperatur schwankt, obwohl der Schalter nicht manuell verändert wurde.
- Beim Einschalten des Duschkopfs treten ungewöhnliche Geräusche auf.
- Die Heizspirale brennt wiederholt in kurzen Abständen durch.
- Beim Einschalten des Geräts löst der Leitungsschutzschalter aus.
Wie oft sollte die Heizspirale des Duschkopfs ausgetauscht oder überprüft werden?
Einen einheitlichen Zeitraum für alle Haushalte gibt es nicht. Bei hartem Wasser und intensiver Nutzung hält eine Heizspirale jedoch häufig zwischen 6 und 12 Monaten. In Regionen mit geringer mineralisiertem Wasser und bei mäßigem Gebrauch kann sie länger funktionieren, sofern weder Ausfallerscheinungen noch Brandgeruch auftreten.
Als sinnvolle Vorsorgemaßnahme empfiehlt sich eine jährliche Kontrolle des Bauteils; in Gebieten mit starken Kalkablagerungen sollte sie alle sechs Monate erfolgen. Bei dieser Prüfung wird auf Verfärbungen, Risse, Verformungen und übermäßige Ablagerungen geachtet. Das Datum sollte notiert werden, damit sich die Austauschhistorie nachvollziehen lässt.
Heizspirale des Duschkopfs pflegen, reinigen und ihre Lebensdauer verlängern
Eine regelmäßige Reinigung begrenzt Kalkablagerungen und kann die Lebensdauer der Heizspirale verlängern. Vor jedem Eingriff muss stets der Leitungsschutzschalter ausgeschaltet werden. Anschließend wird der Duschkopf vom Wasseranschluss abgenommen und die Heizspirale vorsichtig entfernt. Dabei sind die Anweisungen des Herstellers zu befolgen, damit Steckverbindungen und Dichtungen nicht beschädigt werden.
Leichte Ablagerungen lassen sich mit einer Mischung aus Wasser und weißem Essig einweichen und danach mit einer weichen Bürste entfernen. Schleifmittel oder korrosive Produkte sind zu vermeiden. Ist das Bauteil stark verfärbt, verformt oder gebrochen, ist ein Austausch die sicherere Lösung. Bei extrem hartem Wasser kann sich ein Filter oder Wasserenthärter am Zulauf des Duschkopfs lohnen. Das verringert die Kalkbildung und reduziert die elektrische Belastung der Heizspirale.
Mit diesen einfachen Maßnahmen wird das Duschen angenehmer, der Stromverbrauch kann sinken und der elektrische Duschkopf läuft oft einige Monate länger zuverlässig und gleichmäßig.
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