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Schimmelgeruch aus Holzmöbeln entfernen: So gelingt es

Hände sprühen Reinigungsmittel auf ein Tuch und reinigen eine geöffnete Holzschublade mit Zitronen, Natron und Fläschchen.

Schimmelgeruch aus Holzmöbeln entfernen bedeutet, zwei Ursachen gleichzeitig anzugehen: die Feuchtigkeit, die das Problem begünstigt, und den Geruch, der sich in Poren, Schubladen, Ritzen und Möbelrückwänden festsetzt. Bei leichten Fällen helfen eine Reinigung mit mildem Spülmittel, stark verdünntem Weißweinessig, Natron und vollständiges Trocknen. Bleibt das Holz jedoch feucht oder steht das Möbelstück direkt an einer kalten Wand, kehrt der Geruch häufig zurück.

Warum nimmt Holz Schimmelgeruch so leicht auf?

Holz besitzt eine poröse Struktur. Selbst bei lackierten, gewachsten oder gestrichenen Möbeln können unbehandelte Rückseiten, Schubladeninnenseiten und schlecht belüftete Ecken Feuchtigkeit, Staub und Schimmelsporen aufnehmen. Deshalb riechen Schränke, die lange geschlossen waren, oft muffig, bevor sichtbare Flecken auftreten.

Gesundheits- und Umweltbehörden weisen darauf hin, dass die Schimmelbekämpfung bei der Feuchtigkeit beginnt: Reinigen ist wichtig, doch Lecks, Kondenswasser und unzureichende Belüftung müssen ebenfalls beseitigt werden, damit kein neuer Befall entsteht. Bei porösen Materialien kann Schimmel in Ritzen eindringen und lässt sich dann schwieriger vollständig entfernen.

Welche Hausmittel neutralisieren den Geruch, ohne die Oberfläche zu beschädigen?

Bei Holzmöbeln sollte übermäßige Nässe unbedingt vermieden werden. Mischen Sie 500 ml warmes Wasser mit 1 Teelöffel mildem Spülmittel und 2 Esslöffeln Weißweinessig. Diese Mischung entfernt oberflächliche Ablagerungen und mindert den Geruch, ohne so aggressiv wie starke Reinigungsmittel zu sein.

  • Verwenden Sie ein nur leicht angefeuchtetes, keinesfalls tropfnasses Tuch.
  • Testen Sie die Mischung zuerst an einer verdeckten Stelle, um die Oberfläche zu prüfen.
  • Reinen Essig nicht auf gewachstem, lackiertem oder sehr altem Holz einsetzen.
  • Trocknen Sie das Möbelstück sofort mit einem sauberen Tuch und lassen Sie es geöffnet an einem gut belüfteten Ort stehen.

Schimmelgeruch in Schubladen, Türen und Regalen entfernen

Nehmen Sie Kleidung, Papier und alle übrigen Gegenstände vor der Reinigung heraus. Saugen Sie Staub ab oder wischen Sie ihn mit einem trockenen Tuch weg. Anschließend reinigen Sie die Innenflächen mit der verdünnten Lösung, immer in Maserungsrichtung und ohne Flüssigkeit in Ecken oder Kanten stehen zu lassen.

Sobald alles trocken ist, stellen Sie für 24 bis 72 Stunden ein offenes Gefäß mit Natron oder Aktivkohle in das Möbelstück. Diese Mittel „töten“ Schimmel nicht ab, können aber verbliebene Gerüche aufnehmen, wenn die Oberflächen bereits gereinigt wurden und das Holz trocken ist.

Wie oft sollte die Behandlung wiederholt werden?

Bei einem leichten Geruch reichen meist eine gründliche Reinigung und 48 Stunden Lüftung aus. War ein Möbelstück über Monate geschlossen, kann der Reinigungs- und Absorptionsvorgang bis zu dreimal wiederholt werden. Zwischen den einzelnen Anwendungen muss das Holz stets vollständig trocknen.

  • Tag 1: Reinigung mit Spülmittel und verdünntem Essig, danach sorgfältig trocknen.
  • Tage 2 und 3: Natron oder Aktivkohle in die geschlossenen Schubladen und hinter die Türen stellen.
  • Tag 4: Türen öffnen, gut lüften und indirektem Sonnenlicht aussetzen.
  • Bleibt der Geruch bestehen: Den Ablauf noch ein- oder zweimal wiederholen.
  • Bei tiefen Flecken oder weichem Holz: Eine Restaurierung oder die Entsorgung des Möbelstücks in Betracht ziehen.

Holz versiegeln, damit der Geruch nicht zurückkehrt

Wenn das Möbel vollständig trocken ist und nicht mehr stark riecht, lässt sich der Schutz mit Wachs, geeignetem Holzöl, Lack oder einer zum ursprünglichen Finish passenden Versiegelung verstärken. Dadurch werden Teile der Poren geschlossen, die Feuchtigkeitsaufnahme verringert und die spätere Reinigung erleichtert.

Das Ergebnis hält länger, wenn das Möbelstück einige Zentimeter von der Wand entfernt steht, wöchentlich gelüftet wird und keine feuchte Kleidung darin aufbewahrt wird. Kehrt der Geruch schnell zurück, liegt die Ursache wahrscheinlich im Raum: eine Wand mit Feuchtigkeitsschaden, hohe Luftfeuchtigkeit, zu geringe Luftzirkulation oder eine Möbelrückwand, die dauerhaft mit Kondenswasser in Berührung kommt.

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